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Grundschule Ulrich Schmidl
Breslauer Straße 25
94315 Straubing

Tel.: 09421 / 629 76
Fax: 09421 / 787 713

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Leseförderung

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Schulkonzepts der GS Ulrich Schmidl ist die Leseförderung, denn „ohne Lesen geht gar nichts“! In einem ersten Schritt zur Umsetzung des Förderkonzepts im Lesen haben die Lehrkräfte unserer Schule sich darauf verständigt, die nachfolgenden Prinzipien der Förderung der Lesemotivation Zug um Zug in ihrem Unterricht umzusetzen.

7 Prinzipien der Förderung der Lesemotivation

PRINZIPIENERLÄUTERUNGENMAßNAHMEN
1) Lesen muss für die Schüler sinnvoll sein. Der Lesestoff und damit verbundene Aufgaben sind aus der Perspektive der SS sinnvoll und für sie relevant.
  • Lesetagebücher führen
  • Gespräche: Warum lese ich?
  • Wann, wo und warum lesen Personen im persönlichen Umfeld?
  • Situationen erarbeiten, in denen das Lesen sinnvoll und notwendig ist (Referate, Fragestellungen / Themen, die Kinder interessieren)
2) Lesen und Lesestoff sind Teil der Identitätsarbeit Der Lesestoff ist so gewählt, dass sich die SS damit identifizieren könne und die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen dient der Förderung der persönlichen Identität eines jeden Schülers.
  • Achten auf Altersgemäßheit
  • Inhalte mitbestimmen lassen
  • Alltagsbezug beachten
  • Leseatmosphäre günstig gestalten
  • Reflexion des Gelesenen un der damit verbundenen individuellen Empfindungen
3) Die Förderung der Lesemotivation erfolgt in Stufen. Zuerst müssen außerschulisches und schulisches Lesen vernetzt werden. Dann müssen die Erfahrungen der SS mit dem eigenen Geschichtenschreiben / mit der eigenen Textproduktion ausgebaut und erweitert werden.
  • Vorlesen aus der Klassenbücherei
  • Lesen/Auslehe in der Bücherei: Schule bahnt an; Fortführung in der Freizeit
  • Antolin (weg: s.o.)
  • Lieblingsbücher vorstellen
  • Lese-Mamas für die Klasse
  • Themen aus dem aktuellen Leben i.d. Schule bringen
  • Leseinteressen abfragen und darauf eingehen
  • Beteiligung bei Tesalino/Tesalina (Stiftung Lesen)
  • "Bibu-Heft": eigene Erlebnisse verschriften
  • Klassentagebuch
  • Buchcover als Schreibanlass (desgleichen Fotos, Feste...)
  • Bilder mit eigenen Emotionen verknüpfen und dazu schreiben (v.a. "Bilder im Kopf"!)
  • Kummerkasten
  • Briefe / Grußkarten
4) Die Lesegewohnheiten und Leseinteressen der Schüler sind als für sie wichtig und bedeutsam anzuerkennen. Der Sinn der je eigenen Lesepraxis muss im Unterricht wertfrei thematisiert und weitergeführt werden.

Fragebögen zu Lesepraxis

  • Lesetagebücher
  • Wann wird gelesen?
  • Was wird gelesen? (Es zählt alles, wo Wörter wahrgenommen werden.)
  • Wo wird gelesen?
  • Wie oft wird gelesen?
  • Warum wird /wird nicht gelesen?

Lesepässe ausstellen (Lesen jeglicher Art anerkennen.)

5) Lesen begegnet uns in unterschiedlichen Medien und Textgattungen. Eine zeitgemäße Förderung der Lesemotivation integriert sowohl "alte" als auch "neue" Lesemedien und Lesestoffe des Alltags.

"Alte Medien"

  • Klassenpost (Briefe)
  • Geschichtenbücher
  • Sachbücher
  • Bilderbücher
  • Plakate, Flyer
  • Zeitungen (Kinderseite)
  • Kinder- & Jugendzeitschriften
  • Kinofilme
  • Poesiealben

"Neue Medien"

  • SMS
  • eMail
  • Internet (Google, Antolin)
  • CD-Rom (Lernprogramme)
  • Hörbücher
6) Lesen wird über das eigene Schreiben zugänglich. Lesen ist nicht ohne Schreiben zu denken. Durch das eigene Schreiben lernen SS, wie Texte "gemacht" werden und wenden Regeln der schriftlichen Kommunikation an.

Texte nicht "zerschreiben", dafür Alternativen möglich machen

  • Druck
  • Malen
  • Verbinden mit Musik
  • Rollenspiele
  • kurzes Reflexionsschreiben
7) Lesemotivation ist Thema und Aufgabe aller Unterrichtsfächer. Leseförderung muss fächerübergreifend angelegt sein.

Im Schulleben

  • Motto des Tages, Gebete, Meditationsstücke vorlesen lassen
  • Sich untereinander Briefe schreiben

Kunst

  • Texte künstlerisch gestalten
  • Texte in unterschiedlichen Schriften schreiben
  • Bilder zu Texten

Deutsch

  • Theaterprojekte
  • Autorenlesungen
  • Szenische Nachgestaltungen

Sport

  • Übungen erlesen und vorstellen

Musik

  • Texte zu Musik/ zu Komponisten
  • Rollenlesen
  • Stimmungen von Musikstücken erfassen und beschreiben

Mathematik

  • Textaufgaben erfinden und zum Lösen weitergeben

HSU

  • Referate erstellen
  • Inhalte graphisch gestalten (Plakate, Powerpoint...)
Quelle: ISB

Maßnahmen zur Leseförderung an der Grundschule Ulrich Schmidl:

  • Teilnahme aller Klassen am Leselernprogramm „Antolin“
  • Regelmäßiger Besuch der Stadtbücherei Straubing-Ost aller Klassen im vierzehntägigen bzw. vierwöchigen Rhythmus (Betreuung der Ausleihe durch „Lesemamas“)
  • Theateraufführungen und Autorenlesungen in jedem Schuljahr für die gesamte Grundschule
  • Theater-AG für interessierte Schüler
  • Grundschüler als Leseschülerlotsen für Vorschulkinder in den Kitas
  • Weihnachtsgeschichtenvorleseaktion in Zusammenarbeit mit der Mittelschule
  • Teilnahme der gesamten Schule an den Aktionen „Große lesen für Kleine“ und „Tag des Buches“
  • Durchführung von Lesenächten in einzelnen Klassen
  • Vorleseaktionen ( auch mehrsprachig) mit Eltern in verschiedenen Klassen
  • Mitwirken einzelner Klassen an dem Projekt Schule in der Zeitung/ Zeitung in der Schule des Straubinger Tagblattes
  • Schreibprojekte im Rahmen der Schullandheimaufenthalte der 3. Klassen
  • Durchführung von Projektwochen und Projekttagen unter dem Motto „Lesen macht schlau“
  • Beteiligung der Schule an Projekten der Stadtbibliothek Straubing wie
      - Lesepaten
      - Klassensatzverbund
      - Themenboxenausleihe

Außerdem hat das Kollegium ein verbindlichen Leseförderprogramm für die ganze Schule erarbeitet.

 

Leseförderprogramm der Grundschule Ulrich Schmidl

Förderung der Lesemotivation

In jeder Klasse werden systematisch über das Schuljahr verteilt nach dem erarbeiteten Maßnahmenkatalog die 7 Prinzipien zur Förderung der Lesemotivation umgesetzt:

1) Jede Klasse richtet eine Klassenbücherei ein und bekommt ausreichend Zeit, sie beständig zu nutzen.

2) Jede Klasse besucht regelmäßig die Bücherei.

3) In jeder Klasse stellen Schüler ihre Lieblingsbücher vor.

Durchführung von Lernstandserhebungen

In jeder Klasse werden in regelmäßigen Abständen Beobachtungen zum Lernstand der Schülerinnen und Schüler im Lesen gemacht:

1) Jeder Lehrer erhebt mindestens zweimal pro Schuljahr den Leistungsstand seiner Schüler im Bereich der Lesefertigkeiten bzw. der Vorlesequalität.

2) Mit dem "ELFE-Test" wird in jeder Klasse das Leseverständnis diagnostiziert. Der Auswertung schließt sich ein Förderprogramm (--> ELFE-Trainingsprogram) für jeden Schüler an.

3) Am Ende einer jeden Jahrgangsstufe werden in Anlehnung an den "Münchner Lese-Beobachtungsbogen" die Lesekompetenzstufen der Schüler erhoben und die Ergebnisse an die Folgelehrer weitergegeben.

Trainieren der Lesekompetenz und Verstetigung von Lesehaltungen

Alle Lehrerinnen und Lehrer der GS Ulrich Schmidl arbeiten gemeinsam an dem Ziel, durch systematisches Trainieren der Lesekompetenz eine nachhaltig positive Lesehaltung ihrer Schülerinnen und Schüler anzubahnen und sie zu echten Lesern zu erziehen:

1) In allen Klassen wird eine systematische Wortschatzarbeit betrieben, bei der der Wörterbuch- bzw. Lexikoneinsatz Unterrichtsprinzip ist.

2) Jede Klassenleiterin/ jeder Klassenleiter schafft Anreize für regelmäßige Lautlesetrainings (z.B durch Lesepatenschaften, Tandemlesen, Lesepass, Leseführerschein...).

3) In jeder Klasse werden den Schülern Lesestrategien (z.B. mit dem "Lesefächer") bewusst gemacht und regelmäßig (auch fächerübergreifend) angewendet.

4) Der "Check des Leseverständnisses" findet in schriftlicher Form Anwendung (--> "W-Fragen-Check").

5) Jede Klasse liest pro Schuljahr wenigstens eine Ganzschrift.

Dokumentation und Übungskanon

In allen Klassen werden Leseaktivitäten der Schülerinnen und Schüler dokumentiert und an die Folgelehrer weitergegeben. Diese Aufzeichnungen dienen als Grundlage für eine kontinuierliche Förderung jedes einzelnen Schülers.

1) Die Leseaktivitäten der Schüler werden in Lesetagebüchern/Leseheften festgehalten und begleiten die Schüler durch die gesamte Grundschulzeit.

2) Gemeinsam erarbeitete Übungskisten zu Wort-, Satz- und Textebene dienen als Grundlage für individuelle Fördermaßnahmen.